Vierte Etappe: an der Küste entlang nach Auckland

Vierte Etappe: an der Küste entlang nach Auckland

24. November 2016 von Jasmin · 4 Min. Lesezeit

  • Tag 16-20
  • Etappenkilometer: 187km
  • Total: 595km

Unsere Etappe startete mit einem weiteren Beachwalk, ein letztes Mal genossen wir die tollen Aussichten auf die Ostküste der Region Northland. Denn zirka auf Kilometer 450 betraten wir schon die Region Auckland – allerdings noch mit etwa 150km Entfernung bis Auckland-City.

Beachwalk an der Ostkueste
Beachwalk an der Ostkueste
Felsen am Strand
Felsen am Strand

Wir gönnten uns an diesem Abend nochmal eine Nacht im Hostel (Coastal Cows Backpackers in Mangawhai Heads). Die Besitzerin hat ein gutes Marketingverständnis und in der Te Araroa-Facebookgruppe immer wieder Kuchen-Bilder gepostet, den sie für die Wanderer backt, die bei ihr einchecken. Bei mir hat das als Argument auf jeden Fall gezogen! Und der Karotten- und Bananenkuchen waren es wirklich wertkm

Kuchen im Coastal Cows Hostel
Kuchen im Coastal Cows Hostel

Am nächsten Tag lag eine lange Strandetappe mit zwei Flussdurchquerungen vor uns. Die erste Flussdurchquerung war noch relativ harmlos – das Wasser reichte uns bis zum Po.

Erste Flussdurchquerung
Erste Flussdurchquerung
Wasser bis zum Po
Wasser bis zum Po
Weiter am Strand
Weiter am Strand

Bei der zweiten Durchquerung brauchten wir drei Versuche um eine geeignete Stelle zu finden, an der wir den Fluss durchqueren konnten. Das Wasser reichte uns bis zur Brust, so dass wir die Rucksäcke über den Kopf halten mussten. Aus Sicherheitsgründen gibt es hiervon leider keine Bilder.

Weiter ging es dann wieder durch Farmland auf eine weitere Waldetappe zu. Eigentlich hatten wir vor uns im Wald einen guten Campingspot zu suchen – aber leider Fehlanzeige! Somit mussten wir den gesamten Wald durchqueren. Vor allem der letzte Kilometer hatte es nochmal ordentlich in sich (Auf und Ab, viel Wurzelwerk, Matsch, Matsch, Matsch).

Waldweg
Waldweg

Aus dem Wald heraus steuerten wir das Haus von Matt und Jasmijn an, von denen wir gehört hatten, dass sie gerne Wanderer bei sich im Garten schlafen lassen. Zum Glück waren sie da und so konnten wir unser Zelt aufschlagen und sogar noch eine warme Dusche genießen! Matt hat drei verschiedene Businesses am Laufen ( lokale Bacon-Factory, Caravan-Verleih und noch irgendwas) – und einen Tag nachdem wir bei ihm gezeltet haben, ist noch ein viertes Business hinzugekommen: Ab jetzt darf jeder Wanderer 15 Dollar für seine Gastfreundschaft bezahlen…

Bei Matt und Jasmijn
Bei Matt und Jasmijn

Wir hatten jedoch doppelt Glück, denn wir bekamen obendrein noch eine Frühstückseinladung von einer Freundin des Hauses im Cottage nebenan.

Fruehstueck bei den Nachbarn
Fruehstueck bei den Nachbarn

So gut gestärkt wie noch nie auf unserem Trail machten wir uns auf den Weg durch den nächsten Wald und feierten die überschrittene 500km Marke. Am Ende des Tages schlugen wir unser Zelt mit grandiosem Ausblick auf.

500 Kilometer geschafft!
500 Kilometer geschafft!
Durch den Wald
Durch den Wald
Unser Campspot mit Aussicht
Unser Campspot mit Aussicht
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen ging es durch Wälder und Wiesen, bis wir in dem sehenswerten “historischen” Örtchen Puhoi ankamen. Bei wunderbarem Sonnenschein genossen wir einen guten Burger in einem der ältesten Pubs Neuseelands.

Ankunft in Puhoi
Ankunft in Puhoi
Bekämpfung der Kauri Dieback Desease
Bekämpfung der Kauri Dieback Desease
Apple to go
Apple to go
Puhoi
Puhoi
Burger im historischen Puhoi
Burger im historischen Puhoi

Während wir unsere Burger genossen, erreichte uns eine wahnsinnig gute Nachricht: Wir erhalten den Hüftgurt für meinen Rucksack eine Nummer kleiner ganz kostenfrei vom Hersteller direkt nach Neuseeland gesendet (mein jetziger Hüftgurt ist mir zu groß geworden und eine Bestellung in Deutschland hätte 4 Wochen plus Lieferzeit nach Neuseeland bedeutet)! Vielen Dank an Gossamer Gear und an Erin von walkingwithwired fürs Arrangieren!

Danach ging es nach vielen Tagen in der Natur und in kleinen Dörfern wieder in die Zivilisation: Ort an Ort, viele Touristen, viele Geschäfte und für uns vor allem viel Road-Walking… und somit sah der Rest des Tages so aus:

Viel Roadwalking
Viel Roadwalking

Am Ende dann wieder eine gute Nachricht: In dem angepeilten Holidaypark dürfen TA-Wanderer umsonst schlafen, dazu noch eine heiße Dusche, free WiFi… Echt toll, dass es hier so viele Menschen gibt, die uns unterstützen!

Holidaypark fuer TA-Wanderer
Holidaypark fuer TA-Wanderer

Heute ging es für uns nun nach Auckland – der erste große Meilenstein! Am Morgen stand aber erst noch eine weitere Flussdurchquerung an. Trotz Ebbe reichte uns das Wasser bis zur Brust – aber das ist ja schon Routine für uns!

Morgendliche Flussdurchquerung
Morgendliche Flussdurchquerung
Wasser bis zur Brust
Wasser bis zur Brust
Geschafft!
Geschafft!

Leider habe ich meinen Schuhen die erste Wunde zugefügt. Naja, im Vergleich zu Jans Schuhen sind sie noch wie neu!

Erste Wunde an meinen Schuhen
Erste Wunde an meinen Schuhen
Jans Schuhe zum Vergleich
Jans Schuhe zum Vergleich

Der Ostküste entlang ging es nun durch unzählige Ferienorte nach Auckland, das schon aus etwa 20km Entfernung sichtbar war.

Auckland in Sicht
Auckland in Sicht

Von Devonport aus nahmen wir die Fähre: 12 Minuten später waren wir in Auckland. Verrückt – erst vor drei Wochen waren wir von hier aufgebrochen. Eigentlich so lange wie ein ganz normaler Urlaub und doch haben wir so viele Abenteuer erlebt, dass es uns viel länger und viel fremder vorkommt, wieder hier zu sein.

Faehre nach Auckland
Faehre nach Auckland
Auckland Skyline
Auckland Skyline

Noch auf dem Weg ins Hostel sprangen uns André und Moritz aus der Schweiz entgegen und keine fünf Minuten später trafen wir auf Pete (USA) und Dan ( Kanada), mit denen wir viel Zeit auf dem Trail verbracht haben. Das gibt dann wohl nachher einen guten Drink!

Hier sind wir:

Ein Fünftel geschafft!
Ein Fünftel geschafft!