Dritte Etappe: Bay of Islands bis Whangarei Heads

Dritte Etappe: Bay of Islands bis Whangarei Heads

19. November 2016 von Jasmin · 4 Min. Lesezeit

  • Tag 10-15
  • Etappenkilometer: 187km
  • Total: 408km

Nach einem erholsamen sonnigen Tag in Kerikeri ging es für uns weiter nach Paihia an die Bay of Islands.

Bay of Islands - traumhaft schoen
Bay of Islands - traumhaft schoen

Dort mussten wir umständlich die Bucht durchqueren um zum Anschlusspunkt unseres Trails zu gelangen: erst eine kurze Überfahrt per Autofähre und dann der Versuch 25km per Anhalter zu fahren. Leider hat nur die Hälfte davon geklappt – es war kaum etwas los auf der Straße… Und diese gelaufenen Kilometer zählen offiziell nicht mal in die 3000km rein…

Auf dem Track angekommen hieß es wieder Flussbettwandern! Zwei Stunden durchs kühle Nass nahm mir zudem das zusätzliche Kühlen meiner etwas angeschlagenen Achillessehne ab.

Flussbettwandern im kuehlen Nass
Flussbettwandern im kuehlen Nass

Der Pfad endete an einer kleinen Hütte, in der es sich bereits einige Wanderkollegen gemütlich gemacht haben. Wir beschlossen auf den Bänken der Hütte zu übernachten um uns das Zelten im Regen zu ersparen. Fehler! Die ganze Nacht wurden wir von Mücken geärgert, die uns kaum schlafen ließen…

Unsere Huette fuer die Nacht
Unsere Huette fuer die Nacht
Mueckenalarm in der Huette
Mueckenalarm in der Huette

Als Trost gab es am nächsten Tag besonders gute Trail-Cuisine.

Chiapudding mit Mango
Chiapudding mit Mango
Spinat-Wrap mit Avocado und Käse
Spinat-Wrap mit Avocado und Käse

Bzw. Jans Verständnis von besonders gutem Essen:

Wrap mit zwei Müsliriegeln
Wrap mit zwei Müsliriegeln

Nach ein paar friedvollen Stunden durch grünes Farmland hatte er uns wieder: Der Matsch. Dieses Mal jedoch kein Schuhe und Socken komplett durchtriefender Matsch, sondern sehr fieser sehr sehr rutschiger Matsch. Naja, nur so viel: Jan durfte abends erstmal seine Hose nähen…

Gruenes Farmland
Gruenes Farmland
Rutschiger Matsch - Vorsicht!
Rutschiger Matsch - Vorsicht!
Der Weg nach unten
Der Weg nach unten

Am nächsten Morgen überquerten wir bei Whananaki die längste Fußgängerbrücke der südlichen Hemisphäre und genossen die Morgenstunden den Ausblick entlang der Küste – besser kann ein Tag gar nicht starten!

Laengste Fussgaengerbruecke der Suedhalbkugel
Laengste Fussgaengerbruecke der Suedhalbkugel
Blick entlang der Kueste
Blick entlang der Kueste

In dem Ort Ngunguru fanden wir diese schöne Überraschung am Wegesrand: in einer Mikrowelle versteckt warteten lauter kleine Nützlichkeiten für den Wanderer. Linda weiß eben, was einem im Rucksack fehlen kann: Sie ist 2011 als eine der ersten den Te Araroa gelaufen.

Trail Magic von Linda
Trail Magic von Linda

In Ngunguru mussten wir wieder aufs Boot umsteigen um eine weitere Bucht zu durchqueren. Sehr gerne, wenn man danach in diesem Paradies landet!

Nikau Bay Camp
Nikau Bay Camp
Paradiesische Bucht
Paradiesische Bucht

Am nächsten Tag standen nicht nur zwei kleinere Flussdurchquerungen an, sondern vor allem eine größere Buchtdurchquerung – diesmal nicht per Boot, sondern zu Fuß und damit nur bei Ebbe möglich. Diese war erst am frühen Abend, so dass wir uns für den übrigen Weg viel Zeit mit vielen Pausen und sogar einer Yogaeinheit gönnen konnten.

Flussdurchquerung Nummer eins
Flussdurchquerung Nummer eins
Yoga am Strand
Yoga am Strand

Auf der Hälfte der Buchtdurchquerung machten wir am Tide Song BnB halt. Wir hörten, dass hier wahre Trailangel wohnen. Rose und ihr Mann Hugh lassen TA-Wanderer nicht nur in ihrem Garten zelten, sie haben auch eine kleine Hütte gebaut, eine Dusche mit Warmwasser… und dann überraschte uns Rose auch noch mit einem selbstgebackenen Nusskuchen – so nett, so lecker, so gut sich in einer warmen Stube wiederzufinden!

Tide Song BnB
Tide Song BnB

Morgens klingelte der Wecker bereits um 5:50 Uhr, damit wir pünktlich zur Ebbe die Überquerung der Bucht fortsetzen konnten. Doch vorher versorgte uns Rose noch mit einem Frühstück und selbst für einen Kaffee war noch Zeit, bevor wir der Morgensonne entgegen durchs Wasser waten konnten.

Frueh morgens durch die Bucht
Frueh morgens durch die Bucht
Waten bei Ebbe
Waten bei Ebbe

Danach ging es wieder an den Strand. Und so schön die Aussicht auf Strand und Sand und Meer auch ist, wurde mir bei den heutigen wenigen Strandkilometern doch klar: noch einmal würde ich den 90 Mile Beach nicht gehen wollen! Einmal ist genau völlig ausreichend!

Wieder am Strand
Wieder am Strand
Unsere TA-Crew ohne Danger Dan
Unsere TA-Crew ohne Danger Dan
400 Kilometer geschafft!
400 Kilometer geschafft!

Und so haben wir mit dem heutigen Tag die 400 Kilometer Marke vollgemacht!

Noch ein paar Statistiken:

  • Tage auf dem Trail: 15; davon
  • Tage mit nassen Schuhen: 9
  • Tage ohne/kalte/warme Dusche: 4/2/9
  • Nächte im Zelt: 8