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In zwei Wochen mit Danger Dan erwarten Dich so viele Abenteuer, wie Du sie normalerweise in einem ganzen Jahr nicht erlebst. Selbst an einem Tag kann so viel passieren, dass Du am Abend kaum glaubst, dass das alles ein und derselbe Tag war.

Zum Beispiel kann Dan an einem Tag einen 10kg schweren Königslachs fangen, einen Grauwal beim Auf- und Abtauchen beobachten und auf einem dreistündigen Segelausflug dem Sonnenuntergang entgegenschippern.

Ein ganz normaler Tag bei Dan – und für die letzten Tage hatten wir das Glück ihn bei seinen täglichen kleinen und großen Abenteuern zu begleiten.

Von Bogotá aus flogen wir also nach Kanada, genauer gesagt in die Nähe von Victoria auf Vancouver Island. Dort lebt Dan, den wir auf dem Te Araroa kennen gelernt haben. Und mit ihm leben – zumindest für diesen Sommer – sein Sohn Simon mit Freundin Missy und Mops Luna sowie seine Tochter Hannah.

Schon beim Anflug auf Kanada wussten wir: Hier sind wir richtig. Keine Wolke trübte den Himmel und wir genossen den Ausblick auf den schneebedeckten Mount Baker. Die Einreise ging erstaunlich flott über die Bühne und so durften wir ohne Ausreiseticket einreisen. Eine Zug-, Bus- und Fährfahrt später begrüßte uns Dan in seinem Danger Van! 😉

Blick auf Mount Baker
Victoria, Vancouver Island
Rainbow Crosswalk Victoria
Rehe auf der Straße: Alltag in Victoria
Ein Reh im Vorgarten
Spieleabend mit der ganzen Familie

An unserem ersten Tag lernten wir erstmal die große Familie kennen: Seine Mutter Suzy und seine Schwestern Tanya und Sonya kamen zum Frühstück vorbei und abends zum Spieleabend. Zwischendurch schmiedeten wir diverse Pläne für ein großes gemeinsames Abenteuer. Ziel: Bären sehen. Und da Dan erst vor wenigen Tagen mit einer Wolfsfamilie campen war, hatte er jede Menge Vorschläge, wo wir dieses Ziel erreichen können. Zugegeben: Würden wir alleine in die kanadische Wildnis losziehen, stünde dieses Ziel nicht auf unserer Bucketlist – aber mit Danger Dan an unserer Seite kann nichts passieren!

Doch bevor wir auf unserer großes Abenteuer aufbrachen, gingen wir gemeinsam auf viele kleine.

Seit einem Jahr besitzt Dan das kleine Segelboot Mañana, mit dem wir bis vor Sidney Spit segelten. Auch wenn es ihm zuzutrauen wäre, liegt diese kleine Sandinsel nicht vor Australien sondern vor Vancouver Island. Wir hatten einen wunderbar sonnigen Tag – zu unserer Freude war bisher jeder einzelne Tag auf Vancouver Island sonnig und warm, kein Tropfen Regen fiel während unserer Zeit hier! Bei so viel Sonne kann man einem kleinen Sprung ins Wasser nicht widerstehen – leider fiel die Erfrischung auf dieser Seite des pazifischen Ozeans zehn Grad kälter aus, als wir es zuletzt gewohnt waren, so dass es eine seeeehr kurze Abkühlung wurde!

Westport Harbour
We are sailing!
Sidney Spit

Für manchen endet ein fünfstündiger Segelausflug sonnenverbrannt und durchgepustet mit einem Nickerchen auf der Couch. Nicht so mit Dan! Wir holten uns Sushi und genossen es von einem schönen Aussichtspunkt über Victoria. Danach fuhren wir entlang Victorias Küste, fütterten gierige Robben und schauten den Kitesurfern bei ihren Sprüngen zu.

Sushi Paradise!
Dinner-Spot mit Blick auf Mount Baker
Hungrige Robbe
Cattle Point Victoria

Als wir am nächsten Morgen in den Tag hineindösten, fragte Dan, was wir denn mit diesem Tag anstellen wollten.

Wir können ein wenig mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren!

Zum See?

Ok!

Meine Interpretation von Wir fahren an den See ist: Wir fahren eine halbe Stunde Fahrrad, bleiben drei Stunden am See, und fahren wieder zurück – natürlich nicht ohne für ein Eis angehalten zu haben.

Zumindest beim Eis stimmten unsere Vorstellungen überein. Im Übrigen war seine Interpretation von Wir fahren an den See: Wir radeln 30 km größtenteils bergauf, erfrischen uns kurz im See und machen uns wieder auf den Rückweg. Ich sag mal so: Gut, dass ich meinen eReader eingepackt habe… 🙈

So ein Schild will man auf einer Radtour sehen!
Natürlich können wir nicht widerstehen.
Lange war uns der Anblick des Durrance Lake nicht vergönnt.

Unser Highlight war jedoch ein Angelausflug gemeinsam mit seinen Freunden Thomas und Carola sowie ihren beiden Töchtern. Ihr Segelboot Laps of Reason ist ein klein wenig größer als die Mañana.

Thomas‘ und Carolas Boot Laps of Reason

Wir waren gerade auf die Juan de Fuca Straße zwischen Vancouver Island und den USA hinausgeschippert und hatten die Angeln keine fünfzehn Minuten ins Wasser getunkt, als es heftig an einer der Angelruten zog. Dan zögerte keine Sekunde und stellte sich dem Kampf mit unserer Beute. Und was für ein Kampf das war! Vom Schiffsheck über die linke Seite kämpften die beiden bitter ums Leben und Leben lassen. Immer wieder wand sich der Fisch so sehr, dass die Schnur nachgab, noch bevor wir die Beute zu Gesicht bekamen. Als wir den Fisch endlich erspähten, konnten wir unser Glück gar nicht fassen: ein kapitaler Königslachs!

Möge der Kampf beginnen!
Fast!
Da ist er!
Der Königslachs in all seiner Pracht
Geschafft!

Keinem auf unserem Boot ist je so ein großer Lachs ins Netz gegangen. Was für ein Glücksfang!

Wir schipperten noch immer ungläubig angesichts unseres Angelerfolgs vor uns hin, als wir in der Ferne eine Bootsversammlung sahen. Das kann eigentlich nur eines bedeuten: Whale Watching! Und tatsächlich erspähten wir durchs Fernglas Wale, die unablässig zum Atmen an die Wasseroberfläche schwammen. Volle Fahrt voraus!

Während die anderen Boote nach erfüllter Pflicht wieder zurück nach Victoria düsten, schipperten wir in aller Ruhe in Richtung der Wale. Wobei wir natürlich nicht genau wussten, wo sie nach ihrem fünfminütigen Untertauchen als nächstes wieder an der Wasseroberfläche Luft holen würden. Ich positionierte mich vorne am Bug, Fernglas in der linken und Kamera in der rechten Hand – als der Grauwal plötzlich 20m vor unserem Boot auftauchte! Wahnsinn!

Den besten Platz gibt es oben.

Glücklich schipperten wir zurück. An Land wogen wir unter den bewundernden Blicken der anderen Angler unseren Königslachs: 10kg brachte der Gute auf die Waage!

Natürlich landete der Lachs am Ende des Tages auf dem Grill. Köstlich!

3 Kommentare

  1. Ich kann euch nur beipflichten! Auch ich war ja ’nur‘ gut eine Woche in Peru, hab aber in diesen Tagen mehr erlebt, als ich mir je hätte erträumen können. <3

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